Historische Aufnahme Chemiepark Marl

Von den Anfängen bis heute

Chemiepark Marl


Die Geschichte des Chemieparks Marl beginnt am 9. Mai 1938 mit der Gründung der Chemischen Werke Hüls GmbH, die eigens für die Produktion des synthetischen Kautschuks Buna gegründet wurde.


Nach Produktionsverboten und Demontagen während und nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Werk im „Wirtschaftswunder“ mit neuen Produktlinien zu einem Unternehmen mit Weltgeltung – seit 1979 unter Federführung der VEBA AG. Ab 1985 entschloss sich das nun unter dem Namen Hüls AG firmierende Unternehmen, die Schwer- und Grundstoffindustrie zugunsten einer Ausrichtung auf die Spezialchemie aufzugeben. Nach ihrer Neuorganisation zu einer strategischen Chemie-Holding fusionierten die Hüls AG und die Degussa AG 1999 zur Degussa-Hüls AG.
Historische Aufnahme Chemiepark Marl
Zu Beginn des Jahres 2001 entstand mit dem Zusammenschluss der Degussa-Hüls AG und der SKW Trostberg AG zur neuen Degussa AG der drittgrößte Chemie-Konzern in Deutschland. Im Februar 2003 erhöhte die Essener RAG AG ihren Anteil der Degussa-Aktien auf 50,1 Prozent. Die vollständige Übernahme der Degussa-Anteile durch die RAG erfolgte im Mai 2006. Den Namen RAG führt heute der deutsche Steinkohlenbergbau. Die Geschäftsfelder Chemie, Energie und Immobilien wurden im September 2007 im neuen Industriekonzern Evonik Industries vereint. 2009 vollzog Evonik einen Kurswechsel und positioniert sich heute als reiner Spezialchemiekonzern.
Durch diese Neuausrichtungen sowie durch konzerninterne Umstrukturierungen hat sich der vormals monolithische Standort in Marl zu einem Chemiepark weiterentwickelt. Heute sind hier neben Evonik, seinen Tochtergesellschaften und Beteiligungen zwölf weitere Unternehmen angesiedelt.