Evonik erhöht Zahl der geplanten Plätze für „Start in den Beruf“

Essen/Marl. Evonik beteiligt sich bereits zum 15. Mal an dem Programm „Start in den Beruf“. Ziel des von den Sozialpartnern der chemischen Industrie ins Leben gerufenen Programms ist es, Jugendliche, die noch nicht ausbildungsfähig sind, für eine Ausbildung zu qualifizieren. Das Programm wird bundesweit an insgesamt fünf Standorten durchgeführt.

In diesem Jahr hat das Unternehmen die Zahl der geplanten Plätze von 50 auf 65 erhöhen können. Die zusätzlichen Plätze stellt Evonik speziell jungen Flüchtlingen zur Verfügung, damit sie sich schnell in Deutschland integrieren können. Die ersten sieben Flüchtlinge sollen bereits am 1. November im Chemiepark Marl und zwei in Wesseling mit der praktischen Berufsvorbereitung beginnen. Anschließend startet die Maßnahme in Darmstadt und Hanau, wo insgesamt sechs Plätze für Flüchtlinge zur Verfügung stehen.

„Das Programm hat sich als Brücke in die Arbeitswelt bewährt. Finanziert werden die zusätzlichen Plätze von der Evonik Stiftung aus Mitteln der Soforthilfe, die Evonik ihr für Hilfsprojekte für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat. „Wir wollen Jugendlichen, für die es schwierig ist, einen Ausbildungsplatz zu finden, den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern“, betont Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik.

Darüber hinaus ist es Evonik gelungen, mit der Essener STEAG einen weiteren Kooperationspartner zu gewinnen. Der Stromerzeuger finanziert zehn weitere Plätze für junge Flüchtlinge in diesem Programm.

Alfred Geißler, Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der STEAG GmbH, erläutert dazu: „Mit Evonik verbindet uns nicht nur eine gemeinsame Historie, wir haben auch ein gleiches Verständnis von gesellschaftlicher Verantwortung. Wir freuen uns, Teil dieses vorbildlichen Projekts zu sein. Wir wollen damit helfen, jungen Menschen, die sich in einer ganz schwierigen Situation befinden, eine Perspektive zu geben.“

Im Projekt „Start in den Beruf“ lernen die Teilnehmer im Rahmen eines Langzeitpraktikums vor allem naturwissenschaftlich-technische Berufe praktisch kennen. Außerdem werden sie fachlich und sozialpädagogisch intensiv betreut. Bei entsprechender Leistung und guten Fortschritten können die jungen Männer und Frauen am Ende des Programms ein Ausbildungsplatzangebot erhalten.

„Für junge Flüchtlinge bietet „Start in den Beruf“ die Chance, praktische Berufserfahrung zu sammeln, die persönlichen Neigungen hinsichtlich der Berufswahl zu prüfen und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, besonders hinsichtlich des in der chemischen Industrie gebräuchlichen naturwissenschaftlich-technischen Vokabulars“, betont Stefan Behrens, Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der Evonik Technology & Infrastructure GmbH.

Als zusätzliche Vorbereitung starten die jugendlichen Flüchtlinge in Marl mit einem Sprachkurs. Bei der Durchführung der Maßnahme und der Betreuung der Flüchtlinge arbeitet Evonik intensiv mit Partnern vor Ort wie dem Sozialdienst katholischer Frauen und ELNet plus zusammen.

2014/15 hatte Evonik im Programm „Start in den Beruf“ insgesamt 80 Plätze an verschiedenen Standorten zur Verfügung gestellt, davon 38 im Chemiepark Marl. Gut Dreiviertel aller Teilnehmer fanden im Rahmen der Maßnahme einen Ausbildungsplatz, starteten zielgerichtete Anschlussmaßnahmen oder begannen einen schulischen Bildungsgang. Unter den vermittelten Ausbildungen steht der Beruf des Chemikanten an erster Stelle, gefolgt von Berufen wie Anlagen- oder Industriemechaniker. Etwa ein Fünftel aller Teilnehmer verließ die Maßnahme vorzeitig.

Sprachkurs: Zur Vorbereitung auf die Maßnahme „Start in den Beruf“ haben die Teilnehmer einen Sprachkurs bei Evonik im Chemiepark Marl absolviert.

Sprachkurs: Zur Vorbereitung auf die Maßnahme „Start in den Beruf“ haben die Teilnehmer einen Sprachkurs bei Evonik im Chemiepark Marl absolviert.

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Volker Hilbt

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