Girls, girls, girls

Marl, 28. April 2016. Den traditionellen „Girls‘Day“ nutzten wieder 100 aufgeweckte und begeisterte Mädchen im Ausbildungszentrum des Chemieparks. Nicht nur schauen, sondern mit anfassen und Neues entdecken, lautete das Motto.

Für einen Tag erhielten die Schülerinnen einen Eindruck von untypischen Frauenberufen und lernten beispielsweise das Arbeitsumfeld eines Chemikanten und Elektronikers kennen. Im Laufe des aufregenden Projekttages durchliefen die Neuntklässlerinnen mehrere Stationen aus vier unterschiedlichen Berufsfeldern. Mit spannenden Versuchen, typischen Handgriffen, aufregenden Experimenten und kniffligen Schleifarbeiten wurden der Elektro-, Metall-, Chemie- und Laborbereich thematisiert.

„Ich bin hier, um mir einen Eindruck in die verschiedenen Berufe zu verschaffen. Da ich mich bald für eine Ausbildung bewerben muss, ist der Girls’Day eine super Chance“, schwärmte Kaja Derbat (15) und lässt dabei ihr Werkstück nicht aus den Augen. „Die Arbeit ist interessant und macht wirklich sehr viel Spaß.“

Bei dem Aufbau einer Apparatur im Chemiebereich entdeckten interessierte Augenpaare viele neue Vorgehensweisen und Arbeitsabläufe. Mit Feuereifer gingen die Mädels den hilfsbereiten Azubis und Ausbildern, die eine Woche Zeit in die Umsetzung gesteckt hatten, zur Hand. „Wir sind sehr froh, dass wir mal typische Männerberufe kennenlernen. Im Alltag wird uns nicht erklärt, wie eine Dichtung zusammengebaut wird, das ist echt spannend“, staunten Schülerinnen des ASGSG.

Wie Kaja dachten einige Mädchen schon darüber nach, nach der Schule im Chemiepark zu arbeiten. „Ich interessiere mich besonders für die handwerklichen Berufe, und mir macht es auch gar nichts aus, dass sie eher als typische Männerarbeit abgestempelt werden“, betonte Joa Wieschen (14), über ihre Elektro-Apparatur gebeugt, mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

Auch im Labor wurden große Augen gemacht. Die spannenden Experimente sorgten für eine Menge Spaß. Dazu trugen auch das Bärchen und ein Herz aus Styropor bei, die die jungen Gäste im Laufe des Tages angefertigt und bunt bemalt hatten. Und natürlich mit nach Hause nehmen durften.

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Volker Hilbt

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