Kamin im Chemiepark wird zurückgebaut

Marl. Das Kraftwerk II zwischen Wesel-Datteln-Kanal und Lippe prägt mit seinen hohen Kaminen das Bild des Chemieparks Marl im Norden. Der mit 160 Metern höchste Kamin wird in den nächsten Monaten abgetragen. Das Kohlekraftwerk ist Ende 2015 stillgelegt worden und wird nicht mehr benötigt.

Die Arbeiten am Kaminrückbau sollen voraussichtlich Ende März 2018 abgeschlossen sein. Sie werden, unter Regie des Chemieparks, von einem darauf spezialisierten Unternehmen vorgenommen. Die Experten installieren dazu auf dem oberen Rand des ausrangierten Schornsteins einen elektrisch betriebenen Bagger, der das Bauwerk von oben nach unten Stück für Stück abtragen wird. Im ersten Schritt zerlegt er das gemauerte Innenrohr und anschließend den Betonschaft. Der dabei entstehende Bauschutt fällt in den Kamin, wird anschließend am Boden aufbereitet und fachgerecht entsorgt.

„Bei der Demontage, besonders des Betonschaftes, kann die eingesetzte Maschine zeitweise akustisch für die Nachbarschaft wahrnehmbar sein“, erklärt Josef Becker, Projektleiter im Technischen Service. „Wir achten darauf, dass die zulässigen Grenzwerte nicht erreicht werden.“ Die Arbeiten finden werktags zwischen sieben und 18 Uhr statt. Staubemissionen werden durch die eingesetzten Arbeitsmittel weitgehend ausgeschlossen.

Der Chemiepark Marl bittet für eventuelle Beeinträchtigungen der Umgebung um Verständnis.

Zusätzliche Informationen

Kontakt

Florian Zintl

Editor