Marl
17. Juli 2023

Eindrücke im Video: Arbeitsminister Hubertus Heil auf Sommertour in Marl

3D-Druck und Robotik, Kunststoff- und Produktionstechnikum, digitales Schweißen: Vor allem die Zukunft der Ausbildung, aber auch die Zukunft der gesamten Chemischen Industrie standen auf dem Plan als Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zum Auftakt seiner Sommertour durch Deutschland den Chemiepark besucht hat - begleitet von rund 30 Journalistinnen und Journalisten.

Evonik-Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel führte den Minister gemeinsam mit Vertretungen des Marler Betriebsrates, des Sprecherausschusses sowie der Jugend- und Auszubildendenvertretung durch vier Stationen der Ausbildung des Chemieparks.

81 Prozent Übereinstimmung mit der perfekten Naht: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bewies eine ruhige Hand beim digitalen Schweißen in der Ausbildung des Chemieparks. Nach einer kurzen Begrüßung begleiteten den Minister zahlreiche Pressevertreter nicht nur dorthin. Auch das Kunststoff-Technikum, der Multifunktionsraum mit Robotik und 3D-Druck und das Produktionstechnikum standen auf dem Plan.

„Wenn der Bundesarbeitsminister zum Auftakt seiner Sommerreise als Erstes bei Evonik Halt macht, dann zeigt das seine Wertschätzung für die Wertschöpfung in der Chemischen Industrie. Es war uns ein Anliegen, dem Bundesarbeitsminister deutlich zu machen, dass wir unter anderem das Fachkräfteeinwanderungsgesetz brauchen, um die Transformation stemmen zu können“, so Thomas Wessel.

Hubertus Heil nahm sich Zeit für die Diskussion, für die Fragen der Journalistinnen und Journalisten – und für die Auszubildenden vor Ort. Einige Azubis haben dem Minister ein kleines Andenken „3D-gedruckt“ – ein rotes Schild mit seinem Namen und dem eingerahmten „H“ seines Vornamens und dem „He“ seines Nachnamens darauf – als Anspielung auf die chemischen Elemente Helium und Wasserstoff. Das Thema Wasserstoff kommt ebenfalls zur Sprache, unter anderem als es um schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren ging, um die Produktionsanlagen im Chemiepark und an anderen Evonik-Standorten entsprechend umrüsten zu können.


Auch insgesamt waren die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation der Chemischen Industrie der Mittelpunkt der Gespräche zwischen Personalvorstand Wessel und Minister Heil. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlich angespannten Lage kam auch die Wichtigkeit einer verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung und damit auch der Industriestrompreis zur Sprache.

Dass es für die nötigen positiven Entwicklungen vor allem gute Ideen, digitale Lösungen und nicht zuletzt motivierte Fachkräfte braucht, betonte der Arbeitsminister zum Abschluss seines Besuches: „Evonik ist nicht nur ein großer Arbeitgeber, sondern auch ein wichtiger Ausbildungsbetrieb. Es kommen in Zukunft weniger junge Leute nach, deswegen ist gezielte Fachkräfte-Sicherung und eine frühzeitige Berufsorientierung wichtig.“

1.500 junge Menschen bildet Evonik derzeit bundesweit an 16 Standorten in 17 Ausbildungsberufen und acht dualen Studiengängen bedarfsgerecht aus. Die Ausbildungsquote liegt bei rund sechs Prozent.

„Ich freue mich, den konstruktiven Dialog fortsetzen zu können und auch darüber, dass Hubertus Heil die Wertschöpfung der Industrie in Deutschland zum Gelingen unserer Gesellschaft und damit der Demokratie positiv sieht“, so Thomas Wessel abschließend.